Sabine Gruber: Daldossi


Ich habe dieses Buch großzügigerweise vom C.H.Beck Verlag zur Verfügung gestellt bekommen, muss aber gleich vorausschicken, dass ich mich ganz umsonst darüber gefreut hatte.
Denn die Freude währte nicht lange.

Das Problem: Es ist ausgesprochen langweilig geschrieben, sprachlich zwar gut, aber nicht so wirklich exzellent...  und auch in Bezug auf die Story selbst... es enttäuscht mich ein wenig, dass die Autorin Sabine Gruber nicht mehr über den Arbeitsalltag eines Reporters/ Fotografen recherchiert hat, der hauptsächlich beziehungsweise wie in diesem Fall überhaupt NUR von Kriegen und Katastrophen aller Art berichtet.

Ich gestehe: nach gut zwei Drittel des Buches musste ich passen.
Spannender wird es danach wohl auch nicht mehr.

Natürlich freut es mich für Sabine Gruber, dass das Buch offiziell "einen guten Lauf absolviert hat".
Ich persönlich sehe das als eine - Entschuldigung - rein offizielle Kür, der ich mich leider nicht anschließen kann.

Sicherlich wird es seine Fans haben.

Mein persönliches Problem bei der Lektüre war recht bald, dass der Protagonist sich meines Erachtens vor allem durch seine privaten Probleme auszeichnet. Wenn man dauernd Liebeskummer hat und diverse private Probleme...ist das Jobende üblicherweise vorprogrammiert.

ECHTE Kriegsberichterstattung schaut anders aus. Selbst als "normaler" Journalist, ob fest angestellt, fester freier, oder freier Journalist - kannst du es dir jedenfalls nicht leisten, so sehr von deinem Privatleben hinuntergezogen zu werden. Das scheint mir wenig professionell.



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