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Die Autorin Verena Grüneweg im Interview

Meine Lieben, ich freue mich, dass ich euch heute die Autorin Verena Grüneweg vorstellen darf und hoffe, ihr findet mein kleines Interview mit ihr ebenso spannend wie ich <3


1) Warum eigentlich heißt deine erste Veröffentlichung/die Geschichte »Für alle Zeit« in dem Buch: ,,Eine bunte Mischung Lebensgeschichten 3«...genau SO? Worum geht es darin, und wie bist du auf die Idee zu dieser Geschichte gekommen?
»Für alle Zeit« ist eine der Geschichten, die ich liebe und die mir sehr viel bedeutet. Ich gestehe, dass ich selbst heute noch, wenn ich sie vorlese, einen Kloß im Hals und Pipi in den Augen bekomme. Nicht nur dass sie der Anfang der Verwirklichung meines Traumes war, sondern auch das sie meine einstige persönliche Situation widerspiegelt. Es geht um eine Frau, deren Beziehung am Ende ist und sie nicht mehr an die Liebe glaubt. Tief verletzt besucht sie einen älteren Nachbar - und dieser erzählt von der  Liebe zu seiner Frau. Mehr aber will ich nicht verraten.  
Es ist eine von den wenigen »schönen« Geschichten, die ich geschrieben habe, und  etwas spielt von mir selbst und meinen Erfahrungen in der Handlung  mit. Auch ich bin zum zweiten Mal verheiratet und es gab einmal eine Zeit, in der ich nicht mehr daran glaubte, jemals wieder lieben zu können!
Aber weißt du, das Buch ist für einen guten Zweck, lese es doch einfach mal. Neben meiner sind viele andere Geschichten von tollen Autoren mit dabei!
2. Warum sprichst du von »Seelenpflastern«?


Warum ich meine Geschichten Seelenpflaster nenne? Weil sie genau das für mich sind! Eine Hilfe, Probleme oder Schicksalsschläge, die ich erlitten habe, zu verarbeiten. Mit jedem Wort, das ich schreibe, verdeutliche ich mir selbst die Situation, tröste mich oder finde einen Weg heraus. Zwar können sie die Wunden nicht vollständig heilen, aber zumindesten legen sie sich wie ein Pflaster über den Schmerz.


3. Was ist für dich der wichtigste Ansporn, eine Geschichte zu schreiben?


Hmm zum Teil, habe ich dir die Frage ja schon beantwortet. Aber bei vielen Anthologien, in denen meine Geschichten veröffentlicht wurden, ging es häufig darum, zu helfen. Ich finde es schön, für einen guten Zweck zu schreiben, und damit etwas Positives zu bewirken, wie z. b bei vielen Anthologien vom Karina-Verlag.
Manchmal ist es aber auch einfach nur das Thema, welches reizvoll für mich ist.


4. Was beschreibst du an einem Buchcharakter zuerst: Sein Aussehen oder seine Eigenheiten?
Keines von beidem zuerst, sondern eigentlich gleichzeitig.


5. Brauchst du eine bestimmte Umgebung, um schreiben zu können?
Ja definitiv. Anders fällt es mir zu schwer abzuschalten und die Umgebung auszublenden. Ich habe zwar ein Schreibzimmer, sitze aber viel lieber draußen auf meiner Terrasse. Oder bei schlechtem Wetter an dem Tisch in meiner Bücherecke im Wohnzimmer.  Für mich fühlt es sich gut an, von so tollen Büchern anderer Autoren umgeben zu sein.


6. Schreibst du eine Geschichte von vorne bis hinten durch, oder schreibst du zuerst einzelne Szenen, um die herum sich dann alles entwickelt?
Von vorne bis hinten durch. Am Anfang gibt es nur eine Idee, die ich immer weiter »spinne«.
Ich habe einmal versucht, mir einen Leitfaden, wie die Geschichte/das Buch sich entwickeln soll, aufzuschreiben und abzuarbeiten. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass das nicht meine Art zu schreiben ist.
7. Haben deine Protagonisten ein Eigenleben?
Jaaaa und wie! Egal was ich auch tue, die machen, was sie wollen!
Nein, im Ernst, sie entwickeln, verändern sich im Laufe der Geschichte.
So war es z. B. in »Verloren im Leben« so, dass mein Charakter Kishara, eigentlich das Opfer sein sollte. Jedenfalls hatten Karina und ich das so geplant.  Im Laufe der Geschichte wurde allerdings aus dem Opfer, die Täterin und dann am Schluss wieder das Opfer.


8. Welche Stadt wäre für dich das perfekte Umfeld, in der du am liebsten einen Krimi verorten würdest? Meine Heimatstadt Norden.


9. Gibt es einen Autor, den du dein Vorbild nennen würdest?
Es gibt viele, die ich toll finde und deren Bücher ich sehr gerne lese, wie z. B. Fitzek und Stephen King, Simon Beckett und auch Markus Heitz ist klasse. Aber Vorbild? Ich glaube eher nicht, dass ich ein wirkliches Vorbild habe.


10. Welchen Platz nimmt das Schreiben in deinem Leben ein?
Einen sehr großen Platz. Schreiben ist für mich fast wie eine Sucht, ohne die es nicht geht.


11. Könntest du dir vorstellen, eine Auftragsarbeit zu übernehmen – also, eine vorgegebene Handlung, die du mit Leben füllen sollst?
Ja könnte ich, wenn sie zu mir und meinem Schreibstil passt.


12. Wenn dir jemand sagen würde, dass du ab sofort ein Jahr lang nichts mehr schreiben dürftest, was würdest du antworten?
Ihn fragen, ob er wahnsinnig ist und ob er das wirklich möchte. Gleichzeitig würde ich ihn auf die Risiken und Nebenwirkungen hinweisen, die auf alle Fälle eine sehr schlechte Laune meinerseits beinhalten!


13. Welchen Namen würdest du niemals einem Protagonisten geben und warum? 
Gerta! Ich finde diesen Namen furchtbar und möchte sie nicht einmal einer erfundenen Person geben.


14. Wenn du ein berühmter Autor wärst (oder sein wirst), welchen Satz würdest du einem Schreibanfänger mitgeben?
Lebe deinen Traum, auch dann, wenn du niemals einen Bestseller schreibst. Zumindest hast du versucht ihn wahr werden zu lassen.  
15. Was würdest du zuerst tun, wenn man dir einen Literaturpreis verleihen würde? 
Okay schwere Frage. Ganz ehrlich darauf habe ich keine wirkliche Antwort. Ich weiß selber nie, wie ich auf etwas reagiere. Wahrscheinlich fassungslos und nochmal nachfragen, ob die sich wirklich nicht versehen haben. Eventuell auch nach der versteckten Kamera suchen!


16. Was ist das Lustigste, das dir jemals passiert ist?
Meine Liebe, dank meiner Trampeligkeit gibt es einfach zu viele Situationen, die andere und auch mich zum Lachen brachten. Einer meiner Talente: Ins Fettnäpfchen treten! Aber du musst wissen, ich liebe es, über mich selber lachen zu können!


17. Weshalb war es dir wichtig, bei »Warum soll ich nicht fröhlich sein?« mitzuschreiben?
Zum einen, weil es für einen guten Zweck war. Zum anderen liebe ich Herausforderungen.  Auch wenn mir das Thema wirklich nicht leicht fiel (schreibe ja eher Thriller und Fantasy), so hielt ich es dennoch für wichtig, meinen Beitrag zu leisten. Gerade weil ich viele gute Freunde habe, die diese Thematik betrifft.

Im Vertrauen, solche Tage wie der beschriebene gibt es häufiger in meinem Leben - und ja, ich jammere. Aber dass mich Menschen wie du oder Britta daran erinnern, was wirkliche Probleme sind und wie gut es mir eigentlich geht, ist ebenso wahr. Eure Kraft, den Mut und die Stärke die ihr aufbringt, eure Krankheit und die damit verbundene Lebenssituation mit einem Lächeln zu bewältigen - das ist etwas, was ich bewundere.


Herzlichen Dank für das Interview, liebe Verena <3  
Ich wünsche dir noch sehr viel Erfolg mit all deinen Texten, und vor allem sehr viel Freude beim Schreiben!

ÜBRIGENS KANN MAN DIREKT BEI VERENA GRÜNEWEG BESTELLEN (SIEHE IHRE WEBSEITE) - NATÜRLICH MIT PERSÖNLICHER WIDMUNG! Versandkosten innerhalb Deutschlands übernimmt Verena Grüneweg.
DIESES ANGEBOT WÜRDE ICH NÜTZEN :-) Kontakt zu Autoren - das ist doch immer spannend!
Ich freue mich, dass ich eine so nette "Autorenkollegin" in dir gefunden habe, liebe Verena <3 ich bin ganz sicher - wir alle werden noch viel von dir hören!

Alles Liebe, Bernadette

PS.: Danke für das ehrlich gesagt meines Erachtens irgendwie unverdiente Lob...aber... Ich hab eh keine Wahl ;-) entweder ich häng mich auf - und darüber würden sich bestimmt so einige freuen - oder ich lebe weiter :-) Wie heißt es so schön? "Bleib am Leben, sie zu ärgern" Dazu sag ich mal - Humor ist alles. Leider (für so manchen...) lebe ich trotzdem gern. Selbst nach einem wirklich schlimmen "Katastrophenspaziergang" mit Charlotte, wie heute Vormittag, finde ich immer noch zu der Erkenntnis - das war doch nicht so schlimm. Ist sicher auch eine Frage der Perspektive.
Man kann im übrigen auch nicht immer nur jeden Tag supergut drauf sein, ob mit oder ohne Diagnose welcher Art auch immer...und: du bist nicht verantwortlich für alles das in der Welt, was vielleicht nicht immer gar so ist ;-) jammer ruhig auch mal. Macht doch jeder, wenn ein Tag wirklich blöd/ schlimm/ eine Zumutung ist :-) ich bewältige meine Lebenssituation im übrigen ganz sicher nicht immer mit einem Lächeln... aber zunehmend gelassener. Am Ende jedes Tages weiß ich, dass ich sicher nicht aufgebe. Ganz egal, was an dem Tag passiert ist..auch, wenn es vielleicht mal nicht so toll war. Und meist kann ich dann doch darüber lachen. So wie heute. Denn wie gesagt, mit der richtigen Art von Humor...findet sich noch immer überall was zu lachen.

Jetzt wissen wir endlich: ich bin bösartig. Ich liebe es, jene zu ärgern, die mich gerne im Nirvana sehen würden! 
LOL XD



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