Lustiges Trauma: "Müslimädchen"

Nicht alle blicken auf ihre Kindheit ungetrübt zurück, manche behaupten aber sogar, ein regelrechtes Trauma  davongetragen zu haben - ein recht amüsantes Beispiel hierfür liefert Franziska Seyboldt mit ihrem Werk "Müslimädchen".

Sie wuchs in einer sogenannten "Öko-Familie" auf - als äußerst tragisch empfand sie das Fehlen von Fertigpizza, Fernseher und von diversem Plastikschmuck.
Na ja: beim zweiten Punkt erscheint das Leiden ausgesprochen selbstverständlich, um nicht zu sagen in der Tat angebracht, subjektiv betrachtet.

Aber:
Kann man Fertigpizza essen geschweige denn vermissen? Na ja ;-)

Betont unterhaltsam plaudert die Autorin aus dem Nähkästchen, und sie verrät auch, dass sie gleich im Anschluss an ihr Abi ihr elterliches Zuhause fluchtartig verlassen hat, um den Segen des "ungesunden Lebensstils" zu erfahren, sprich so richtig schön nachzuholen.
Problematischerweise war genau dieser Lebensstil dann aber für eine zunehmend größere Menge an Menschen vollkommen unten durch...
Und sie damit einmal mehr (angeblich) eine Außenseiterin.


Erhältlich als Taschenbuch und für den Kindle


Gut geeignet für alle, die all die Diskussionen um den "gesunden Lebensstil" (pro und contra) nicht ganz so ernst nehmen  -  denn 100 Prozent Jutesackerl verursacht wahrscheinlich wirklich ein Trauma... Fertigpizza ist aber trotzdem fast schlimmer.


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